ALBA Berlin gewann am Sonntag das zweite Spiel der BBL‑Finalserie gegen den Favoriten Bayern München mit 86:79 und stellte damit den Spielstand auf 1:1. Der Sieg kam nach einem 40‑45 Rückstand zur Halbzeit und gibt den Berlinern die Chance, die nächsten beiden Partien im eigenen Haus zu entscheiden.
Was geschah?
In der ersten Hälfte lag Bayern mit 45:40 vorne, doch ALBA drehte das Spiel im dritten Viertel dank präziser Dreier und aggressiver Verteidigung. Jack Kayil, erst 20, erzielte 16 Punkte, während Neno Dimitrijevic mit 17 Punkten zum Topscorer wurde. Bayern‑Veteran Andreas Obst fiel auf 12 Punkte, deutlich weniger als im ersten Spiel (33 Punkte).
| Team | Punkte |
|---|---|
| ALBA Berlin | 86 |
| Bayern München | 79 |
Trainer Svetislav Pesic, 76, kritisierte die späte Umstellung auf Defensive und betonte, dass das Team mehr Fokus auf Ballwechsel zeigen müsse. Trotz seiner Worte blieb das Spiel ein „Festival des Basketballs“, wie er nach Spiel 1 bezeichnete.
Warum ist das wichtig für ALBA Berlin?
Der Ausgleich gibt den Berlinern das psychologische Plus, weil sie nun die letzten beiden Spiele zu Hause bestreiten. Ein weiterer Sieg würde den zwölften Meistertitel perfekt machen – ein Rekord in der deutschen Liga. Kayil, der bereits mit einem NBA‑Wechsel in Verbindung gebracht wird, sprach von „viel Energie und Selbstbewusstsein“ und zeigte, dass er das Team auf das Finale vorbereiten kann.
Wie geht es weiter?
Das nächste Duell findet am Mittwoch im Max‑Schmeling‑Hall statt, gefolgt von einem möglichen Entscheidungsspiel am Freitag. Sollte ALBA die Serie gewinnen, wird Trainer Pesic als erster Coach in vier Jahrzehnten den deutschen Meistertitel holen (1997‑2000 mit Berlin, 2014 mit München). Die Rivalität zwischen München und Berlin ist bereits zum zehnten Mal in den Playoffs aufeinandergetroffen – ein Rekord in der BBL‑Geschichte.
Wer sind die Schlüsselakteure?
Jack Kayil (16 Punkte) und Neno Dimitrijevic (17 Punkte) stellten die Offensivkraft von ALBA. Auf Bayern‑Seite blieb Andreas Obst (12 Punkte) ein wichtiger Scorer, jedoch nicht mehr so dominant wie im ersten Spiel. Trainer Pesic muss nun seine Taktik anpassen, um die Defensive zu stärken und die Ballzirkulation zu beschleunigen.
Die nächsten beiden Partien entscheiden, ob ALBA Berlin den Titel verteidigt oder Bayern München den zweiten Meister in Folge holt. Fans beider Städte warten gespannt auf das Ergebnis, das die Zukunft des deutschen Basketballs prägen könnte.
