ALBA Berlin will den Meister-Coup gegen den Favoriten Bayern München landen. Die Berliner setzen auf die Extrameter und wollen den Titel in der Finalserie der Basketball-Bundesliga gewinnen. Michael Rataj sagte nach dem 71:61-Heimsieg am Freitagabend: Wir müssen jetzt den Sack zumachen. Denn mit dem Sieg im vierten Spiel der Best-of-Five-Serie ist nun alles wieder offen. Die Bayern haben den Heimvorteil, aber ALBA Berlin hat das Momentum. Jonas Mattisseck sagte: Das Gute ist, dass der Druck auf denen liegt. Fast jeder hatte Bayern als Meister erwartet, ALBA Berlin kann deshalb frei und ohne Druck spielen. Für die Berliner bleibt Bayern aber der Favorit. Der Vorteil ist bei den Bayern, so wie er auch die ganze Serie war. ALBA Berlin geht auch selbstbewusst ins Entscheidungsspiel. Hatten sie doch am Freitag bei fast tropischen Temperaturen in der prall gefüllten Max-Schmeling-Halle nach einem Zehn-Punkte-Rückstand im dritten Viertel die Partie noch gedreht und die Bayern niedergerungen. Das zeichnet uns als Mannschaft aus, dass wir nie aufgeben. Das ist unsere Identität, sagte Rataj. Während die Bayern immer müder wurden, legte ALBA Berlin noch einmal zu. Es waren die Extrameter, die sich ausgezahlt haben, sagte Malte Delow. ALBA Berlin braucht wieder hohe Intensität, vor allem in der Defensive, der es am Freitag gelang, die Bayern aus dem Rhythmus zu bringen. ALBA Berlin überzeugte als Team. Wir müssen das machen, was einen als Team stark gemacht hat und was einen auch hierher gebracht hat, forderte Delow. Und an der nötigen Kraft soll es dabei auch nicht scheitern. Bei einem Spiel fünf um die deutsche Meisterschaft ist egal, was für ein Wetter es ist, wie sehr der Körper wehtut. Wir sind alle bereit, sagte Rataj. Schon das zweite Spiel der Finalserie konnte ALBA Berlin mit 86:79 in München gewinnen, wo sich der frühere ALBA-Coach Svetislav Pesic am Sonntag als Meister mit den Bayern in seinen angekündigten Ruhestand verabschieden möchte.
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ALBA Berlin will Meister-Coup landen
·2026-06-20·2 MIN LESEN
